Die Schlafposition - Was bedeutet sie und was kann sie über uns verraten?

Am Rücken, am Bauch oder seitlich - in welcher Schlafposition schlafen Sie und vor allem - was kann die Schlafposition über Charakter bzw. die Persönlichkeit eines Menschen aussagen?

Der Rückenschläfer
Im Laufe des Lebens tendieren die meisten Menschen zu einer bestimmten Position, die sich häufig schon im Alter von etwa sieben Jahren entwickelt und dann auch für das restliche Leben bestehen bleibt. Als Könige des Schlafes werden gerne Menschen bezeichnet, die in Rückenlage einschlafen. Meistens sind solche Schläfer Einzelkinder, die auch im Leben viel Aufmerksamkeit brauchen. Darüber hinaus sind solche Menschen meist sehr selbstbewusst und wissen genau, was sie wollen. Wird zudem beim Einschlafen auch ein Kissen festgehalten, so gilt man als guter Zuhörer und als sehr hilfsbereite Person. Der Nachteil dieser Schlafposition besteht darin, dass man in der Rückenlage oftmals sehr intensiv schnarcht. Allerdings ist die Variante für die Wirbelsäule sehr gesund, da dadurch die S-Form eingenommen werden kann. Die Bandscheiben können sich regenerieren und Flüssigkeit aufnehmen.

Der Seitenschläfer in Balance
Wer in Seitenlage mit den Armen in Körpernähe und leicht angezogenen Beinen schläft, gilt als sehr ausgeglichene Persönlichkeit. Solche Menschen haben ihre innere Balance gefunden und sind zumeist sehr offene Charaktere, die gerne Neues ausprobieren. Darüber hinaus sind sie humorvoll und sehr akkurat. Aus orthopädischer Sicht gilt diese Variante auch als die sinnvollste für die Wirbelsäule, da der Rücken entlastet wird.

Der Seitenschläfer in Fötushaltung
Wer in Embryonalstellung schläft, hat den Rücken gebogen und die Knie stark angezogen, was an einen Embryo im Mutterleib erinnert. Solche Menschen rollen sich zusammen, da sie sehr sensibel sind und ihr Inneres vor der äußeren Welt schützen möchten. Lernt man solche Charaktere kennen, so sind sie zu Beginn sehr schüchtern, tauen dann aber nach und nach auf, sobald sie ihren Mitmenschen vertrauen. Meistens sind sie sehr praktisch und kreativ veranlagt, sie sind Genussmenschen und sehr gefühlsbetont. Werden die Knie in dieser Schlafposition nur leicht angezogen, so deutet das auf einen guten Menschenverstand hin. Aufgrund des Anziehens der Knie wird allerdings der Brustkorb eingeengt und die Zwerchfellatmung eingeschränkt. Außerdem wird die Wirbelsäule stark gekrümmt und die Bandscheiben können sich in dieser Schlafposition nur sehr schwer regenerieren. Sehr angenehm ist die Embryonallage hingegen für Schwangere, da sie den Rücken entspannt.

Der Bauchschläfer
Sollten Sie gerne auf dem Bauch liegen und eventuell dabei auch ein Kissen umklammern, dann weist das auf einen Menschen hin, der sehr kontrolliert ist. Auch tagsüber möchte man alles im Griff haben und sich vor unangenehmen Situationen schützen. Menschen, die eine Schlafposition am Bauch bevorzugen, sind zudem sehr pünktlich, äußerst detailverliebt und ordnungsliebend. Durch diese Charaktereigenschaften möchte der Bauchschläfer über seine Unsicherheit hinwegtäuschen, da unangekündigte Änderungen ihn ziemlich aus der Fassung bringen können. Auf Dauer ist die Bauchlage nicht unbedingt empfehlenswert, da die S-Form der Wirbelsäule abgeflacht wird. Dadurch wird der Rücken belastet und Druck auf Muskeln und Gelenke ausgeübt.

Wie eine Sphinx, eine Mumie oder ein Flamingo schlafen
Diese drei Schlafpositionen sind eher selten, man findet sie meistens nur bei Kindern und bis ins Jugendalter verändern sie sich wieder. Eine Mumie ist dabei fest in eine Decke eingewickelt, was auf einen sehr ängstlichen Menschen hinweist. Solche Charaktere fürchten sich oft vor dem Leben und suchen daher Schutz in einer Höhle. Auch die Flamingo- oder Sphinx-Stellung kann ein Hinweis für Ängste sein. Die Sphinx hat dabei ihren Oberkörper nach vorne gebeugt und ruht auf den Knien, ein Flamingo schläft hingegen auf der Seite und hat ein Bein angezogen. Wenn man solche Personen ermutigt, so können ihre Ängste auch überwunden werden.

Schlafpositionen in einer Partnerschaft
In verschiedenen Studien wurde zudem auch das Einschlafverhalten in einer Beziehung analysiert. In der sogenannten Löffelchen-Haltung schlafen Paare eng aneinandergeschmiegt ein, was große Vertrautheit zeigt. Kehren sich Mann und Frau den Rücken zu, so spricht man einer Berühr-mich-nicht-Haltung. Dieser Abstand verdeutlicht, dass es möglicherweise Probleme in der Beziehung gibt bzw. jeder sein Leben lebt. Darüber hinaus wählt man diese Schlafposition auch, wenn man mit sehr viel Stress zu kämpfen hat. Die Po-an-Po-Haltung verweist auf zwei sehr starke Persönlichkeiten, die sehr selbstbewusst sind. Meistens wird diese Schlafstellung von Paaren gewählt, die bereits lange zusammen sind. Bei der sogenannten Schutzengel-Haltung sind Mann und Frau aneinander gekuschelt und der eine legt den Arm um die Schulter des anderen. Dadurch kann Zusammengehörigkeit demonstriert werden und es besteht zumeist ein starkes Schutzbedürfnis.

Egal welche Schlafposition Sie bevorzugen, wir wünschen allzeit erholsame Nächte.

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